Österreich : American Gangster - Extended Edition

American Gangster - Extended Edition

EUR 5,94


AMERICAN GANGSTER EXTENDED ED


ein schwacher ridley scott film............. - Bei dem über zweieinhalbstunden langen Ridley Scott Film handelt es sich um einen der dramaturgisch schwächeren Filme dieses Regisseurs. Die Handlung ist frühzeitig für jeden mitdenkenden Zuschauer vorhersehbar. Leider! Darüber hinaus hätte ich mir einen bildergewaltigeren Gangster-Film von Scott gewünscht, er kann das nämlich wirklich! Der Regisseur Michael Mann z.B. hatte da mit MIAMI VICE einen unglaublich bilderstarken Spielfilm im Gangster-Millieu gemacht. Das hätte ich mir auch - wie schon erwähnt - von Ridley Scott gewünscht.

Kein Meilenstein, aber spannend und sehr unterhaltsam - Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, heute noch einen Gangster-Genrefilm zu produzieren, der sich nicht längst bewährten Storylines bedient und die altbekannte Vom-Tellerwäscher-zum-Gangsterboss-Story neu aufzutischen weiß. Auf diesem Terrain haben sich die Scorseses, DePalmas, Coppolas und Leones dieses Welt schon vor Jahren ausgetobt - und das mit deutlich besseren Resultaten!Ridley Scott, der sowohl starke Actioner (BLACK RAIN) als auch intensive Historienfilme (wenn man GLADIATOR als einen solchen bezeichnen möchte) oder auch Psychothriller (HANNIBAL) zu kreieren vermag, ist im Gangsterfilm-Genre leider genauso wenig zuhause wie Denzel Washington oder Russell Crowe, die ich als Schauspieler sehr schätze, mir die Cop-jagt-Gangster-Story aber einfach nicht so ganz glaubhaft zu verkörpern wissen. So erinnern mich Washingtons spontane, oftmals nicht nachvollziehbare Ausraster weder an Joe Pesci, den Scorsese gern für die Rolle des dummschwätzenden, reaktionären Psychos besetzte. Ganz offensichtlich sollte Washingtons Charakter damit an Ecken und Kanten gewinnen und den eigentlich sehr sympathisch erscheinenden Gangsterboss sinisterer machen. Ebenso kommt die offensichtlich aus SCARFACE kopierte Szene, in der Al Pacino mit Michelle Pfeiffer zusammenkommt auch nur halb so dynamisch daher. Denzel Washingtons verkörperte Figur passt einfach nicht zu ihm, zu gediegen kommt das mittlerweile schon in die Jahre gekommene Antlitz des wohl fähigsten schwarzen Schauspielers daher.Dennoch ist AMERICAN GANGSTER ein für sich betrachtet sehr gelungener Film und kann man es sich verkneifen, sich über die ständig in den Augen brennenden Szenenplagiate aufzuregen, hat man die knapp 160 Minuten Spielzeit hindurch ne Menge Spaß.

Interessanter Film, kaufenswerte Sammlerausgabe (2 DVDs im Steelbook) - American Gangster beruht auf Tatsachen: Ende er 60er / Anfang der 70er Jahre baut sich der Afroamerikaner Frank Lucas (Denzel Washington) ein Drogenimperium auf, indem er direkt aus Asien hochwertiges Heroin ins Land schmuggelt. Täglicher Verdienst: 1 Million Dollar! Da er sehr intelligent vorgeht, fast nur mit seiner Großfamilie zusammenarbeitet und sich bedeckt hält, kommt ihm die Polizei nur langsam auf die Spur. Die entsprechende Antidrogenkommission wird geleitet von Richie Roberts (Russell Crowe), einem Polizisten, der - im Gegensatz zu den damals üblichen Sitten der US-Polizei rund um New York - nicht korrupt ist. Schlussendlich ist sein Leben nicht nur durch die Verbrecher, sondern durch seine Kollegen in Gefahr...Regisseur Ridley Scott ist ein interessanter und (dank der Zusammenarbeit mit Lucas und Roberts) sehr realitätsnaher Film gelungen. Trotz des Themas ist der Film eher ruhig (sprich: er ist kein Scarface etc.). Die Schauspieler sind gut und wenn Lucas und Roberts endlich aufeinander treffen, ist dies ein Höhepunkt des Films. Wenn sich alles auf diesem Niveau bewegt hätte, würde ich 5 Punkte geben. So war es mir manchmal zu ruhig - manche Zuschauer finden den Film dadurch sogar langweilig, doch so lange man keinen Action-Gangsterfilm erwartet, denke ich nicht, dass diese Beschreibung passt.zur DVD:Der Film wurde für mich erst so richtig interessant und in den tieferen Zusammenhängen verständlich, als ich die mehr als großzügigen Dokumentationen auf der Bonusdisk gesehen habe. Insofern würde ich auf jeden Fall die Anschaffung dieser Ausgabe (statt der Film-only DVD) empfehlen. Das sieht von außen gar nicht nach so viel aus, aber ist dann tatsächlich sehr ausführlich und intensiv, u. a. mit Interviews mit den Filmschaffenden, Lucas, Roberts, Hintergründen zum Making of (z. B. Kostüme, dem Wiedererwecken dieser Zeit, der Kampf Ali-Frasier, den Dreharbeiten in Asien, der Zusammenarbeit mit einem Polizisten um die Drogentests glaubwürdig zu gestalten, die Musik, etc.) usw.

Der schwarze Pate - Asiatische Unternehmen überfluteten den US-Markt mit qualitativ hochwertigen Produkten zu günstigen Preisen und verdrängten damit amerikanische Hersteller. Mundpropaganda, Werbung und Marken auf deren Qualität man sich verlassen konnte sorgten für eine enge Kundenbindung. Das ist die Ausgangssituation von Ridley Scotts American Gangster. Der Afroamerikaner Frank Lucas überträgt diese professionelle Herangehensweise auf den Drogenhandel und importiert riesige Mengen reines Heroin direkt von den Produzenten in Asien, erhält dementsprechend Mengenrabatt, überlegt sich einen Markennamen und verkauft ein Produkt, dass allen anderen überlegen ist. Das dieses Produkt Menschen ruiniert und sehr schnell tötet verschweigt der Film nicht, sondern zeigt eindrucksvoll und sehr abschreckend wie die Droge gerade die ärmlichen Gegenden New York Citys verwüstet, also Gegenden mit hohem Anteil an Afroamerikanern. Pervers das sich dieser American Gangster trotzdem zu jemandem entwickelt, den manche Afroamerikaner wegen seiner kriminellen Geschäfte als jemanden empfinden, zu dem sie aufblicken können. Parallelen zu Kolumbiens Pablo Escobar sind nicht zu leugnen. Nicht nur Italo-Amerikaner (Der Pate, Casino etc.), Irisch-Amerikaner (Departed), sondern auch Afroamerikaner können einen Mafia aufbauen.Die Kostüme und Ausstattung des Films ist hervorragend, es sieht aus als würde er tatsächlich aus den 1970er Jahren stammen. Auch die Musik ist besonders gelungen. Trotz guter Schauspieler wie Denzel Washington als Frank Lucas und Russell Crowe als Drogenfahnder bleibt der Film aber etwas zu langatmig und langweilig.Die Tatsache, dass Lucas selbst am Film mitgewirkt hat sorgt dafür, dass er sympathischer wirkt als notwendig.Die Auflösung, wie Lucas es schafft unbemerkt solch riesige Mengen Heroin aus Vietnam einzuführen steckt voller Symbolik. Heroin tötet, es macht skrupellos und gleichgültig.

Ziel verfehlt, aber als Film gut! - Leider muss ich den Film mit nur 3 Sternen bewerten. Das ist schade, denn Pozenzial war genug da. Wie hier schon einige geschrieben haben ist das größte Manko des Films, die nur grobe Herausarbeitung der Hauptcharaktere. Das ist insofern ein Vorwurf, als das Washington und Crowe durchaus in der Lage wären, richtige Charakterrollen zu spielen. Das tut Washington in seiner Rolle leider nicht so wie er könnte. Dies ist aber nicht den Schauspielern vorzuwerfen sondern dem Regisseur. Er hat die Chance verpasst, diesen Film in die Hall of Fame des Gangster Epos zu befördern. Denn mit Filmen wie Der Pate, Scarface oder anderen populären Vertreten kann er sich leider nicht messen. Dazu hätte man die Charaktere stärker aufeianderprallen lassen müssen. Zumindest aber hätte man Washington viel zentraler darstellen können, ähnlich wie Pacinio mit Tony Montana. Denn hinter den Charakteren stehen gute Storys. Hier ist es auch Schade das Crowe s Rolle etwas untergeht. Lässt man die Vorwürfe beiseite, so ist der Film doch mehr als passabel. Die Exposition am Anfang finde ich nicht zu lange. Es wird genug Zeit gegeben, die Umstände der damaligen Zeit genau zu beschreiben, was sehr wichtig ist, denn Lucas war ein Produkt seiner Zeit genauso wie Capone es noch früher war. Der Aufstieg wird an den markantesten Punkten aufgezeigt. In diesem Sinne gibt der Film einiges her. Aber leider auch nicht mehr.




American Gangster - Extended Edition