Österreich : Die fetten Jahre sind vorbei

Die fetten Jahre sind vorbei

EUR 8,95


Dass die Gter dieser Welt ungerecht verteilt sind, ist allen klar, wie das zu ndern ist hingegen nicht so ganz. Die Freunde Jan und Peter haben ihren eigenen Weg gefunden nachts brechen sie in Villen ein, nicht um zu klauen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Die Botschaften, die sie hinterlassen, lauten Die fetten Jahre sind vorbei oder Sie haben zu viel Geld - unterzeichnet mit Die Erziehungsberechtigten. Doch pltzlich wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt Peters Freundin Jule und Jan verlieben sich ineinander. Im berschwang der Gefhle steigen die beiden zu zweit in eine Villa ein und werden dabei vom Besitzer berrascht. Dafr haben die selbsternannten Erziehungsberechtigten keinen Plan - und pltzlich werden sie zu Entfhrern wider Willen....


Fette Idee, mager umgesetzt... - Wer hätte schon diesen selbsternannten Großstadtrevolutionären 127 Minuten lang bei ihren Einbrüchen über die Schulter schauen wollen, nur um immer wieder aufs Neue zu sehen, wie Familienfotos der Bonzen im Kühlschrank verschwinden und man Teilen deren exklusiven Mobiliars nächtlichen Schwimmunterricht in heimischen Swimmingpools erteilt? Logische Konsequenz war somit, von der ersten Minute an, das revoltierende Trio musste unbedingt in ausufernde Schwierigkeiten geraten, um überhaupt so etwas wie einen Spannungsbogen zu entwickeln - blieb lediglich die Frage offen, bei welcher Gelegenheit dies geschehen sollte? Die Antwort der Filmemacher fand ich unterm Strich enttäuschend - waren die ersten 40 Minuten des Filmes nämlich noch sehr vielversprechend geraten, ernste Botschaft(en) (Stichwort Globalisierungskritik) und durchaus erfrischender Humor schienen die zahlreich guten Kritiken im Netz zu bestätigen, versank der Streifen ab der Mitte im kalkulierbaren Mittelmaß... - die unvermeindliche Konfrontation mit einem leibhaftigen Bonzen und dessen spontane Entführung durch Brühl, Jentsch und Erceg war überhaupt nicht nach meinem Geschmack - der weitere Verlauf zu vorhersehbar - aus genannten Gründen 3 Sterne Abzug.

Generation Unzufrieden - Drei junge Leute kommen auf die Idee, dass etwas getan werden muss gegen das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich. Und da sie durch eine naive Dummheit in eine prekäre Situation geraten, ergibt sich auch eine spontane Idee, wie man das anpacken kann: sie entführen kurzerhand einen Bonzen, der dafür herhalten und ihnen erklären soll, wie es sich anfühlt, reicher zu sein als alle anderen und zuzuschauen, wie woanders Menschen ums Überleben kämpfen.Doch bei ihrer idealistischen Operation ungeplant machen die drei sich bisweilen selbst lächerlich. So haben sie in dem entführten Opfer nicht nur einen Spiegel ihrer selbst gefunden - denn der Entführte erzählt ihnen, nachdem sie sich alle etwas angenähert haben, dass er selbst früher genauso dachte und ähnliche Vorstellungen hatte, - sondern sie sind in ihrem eigenen moralischen Denken ebenso verwundbar wie die, denen sie Spießertum vorwerfen. So kommt es zu einer unschönen Dreierbeziehung, die beinahe alles kaputtmacht.Das Ende ist sehr überraschend, wie ich finde. Die Dialoge hapern zwar teilweise und klingen nicht authentisch, sondern nachgeplappert. Doch die Schauspieler überzeugen über weite Strecken. Insbesondere Julia Jentsch spielt ihre Rolle sehr gut!Daniel Brühl wirkt streckenweise wie eine Persiflage auf den jungen Moritz Bleibtreu - im Gesamtbild aber kommen alle Figuren recht glaubhaft rüber.

Ein wirklich guter Film - Dieser Film ist einfach super! Ich hab ihn vor 20min im Tv gesehen und werde mir jetzt die Dvd kaufen. Fazit: Die Schauspieler sind richtig gut, die Story kommt realistisch rüber, der Film zwingt keinem eine Meinung auf!, man möchte ihn umgehend nochmal sehen.In einer Rezension beschwert sich jemand, dass die zwei Hauptcharaktere in Häuser einbrechen und ungeschoren davon kommen... Sorry, aber dieses Kontra Argument ist Lachhaft und hat nichts mit der Qualität oder Quantität des Films zutun.Viel Spaß mit dem Film :)

Peinliches Volkstheater - Die erste Hälfte des Films ist eine imaginäre (perfekt ins Heute versetzte) Kopie der Gründung der RAF. Nicht Ideologie war das Entscheidende, sondern die Baader-Ensslin-Scheiße: Abenteuer und den dicken Max machen vor pseudorevolutionärem Hintergrund. Hier wäre etwas innovatives möglich gewesen - vertane Chance.Die zweite Hälfte des Films wird auf verschiedenen Ebenen von Minute zu Minute peinlicher. Dadurch ist der Film unerträglich. Ich kann den 1-Sterne-Rezensenten nur zustimmen.Herrje, prinzipiell dieselbe naive Jahrmarksauffühung wie bei Good Bye Lenin - neues deutsches Kino? Nein, neues deutsches Volkstheater.Georg B. Mrozek

feiner jugendfilm mit viel feingefühl und realismus - ideenreichtum, witz, ernsthaftigkeit, feingefühl vermischt mit ein wenig wehmut, schwarzer weltanschauung, revolutionäre jugendgedanken. das ganze dann 127 min. und fertig ist ein feiner streifen mit einem (wieder mal sehr guten) daniel brühl. ich mag die meisten filme mit ihm. sehr nachdenklich und vielleicht proiziere ich meine vergangenheit aber auch teilweise meine gegenwart mit jenen protagonisten. es ist schön, wenn man sich in manchen szenen wiedererkennen kann und ganz erstaunt darüber ist. deshalb gefällt mir diese geschichte auch so gut, weil ich ebenso über viele dinge nachdenke und oftmals nur meine gedanken als richtig ersehe .... das sollte man manchmal lassen. nicht alle leute sind arschlöcher und spießer - sie waren schließlich auch mal jung und sind irgendwie in die sesselpfurzerrolle reingeplumpst ... und ehe es man sich versieht hat man sich daran gewöhnt und weiß garnicht mehr wie dies zustande gekommen ist ...film & geschichte 1 A




Die fetten Jahre sind vorbei