
Beeindruckend und romantisch - Romy Schneider stellt in diesem Film von Ernst Marischka die junge Königin Victoria von England auf natürlich-anmutige Weise dar. Auch wenn viele Einzelszenen der künstlerischen Freiheit zuzuschreiben ist, ist das historische Gesamtbild großteils richtig getroffen. Menschen in einer Stellung mit hoher politischer und gesellschaftlicher Verantwortung gelingt es nicht immer, ihr privates Glück mit ihren öffentlichen Aufgaben in Einklang zu bringen. Romy Schneider als Victoria zeigt, dass dies im Einzelfall durchaus möglich sein kann, menschliche Werte zählen mehr als höfische Etikette und Karrierismus. Ein wirklich berührender Film!
witzig und süß - Ein klassischer Kultfilm. Wenn man Sissi mag, mag man diesen Film auch, da hier fast alle Schauspieler von Sissi wieder sieht. Da dieser Film auch der Geschichte beruht kann man nur beeindruckt sein.
Die blutjunge Romy Schneider als Königin Victoria - Hier im Film war die Darstellerin der Victoria - Romy Schneider - sogar um 2 Jahre jünger, Magda Schneider als sympathische Baronin Lehmzen und der, leider auch schon verstorbene, Adrian Hoven als Prinz von Sachsen - Coburg, Paul Hörbiger und Rudolf Vogel, Christel Mardayn und Fred Liewehr runden das Ensemble ab.Victor de Kowa spielt hier sehr natürlich, humorvoll und Tränendrüsen-wirkend.Etwas eigentümlich ist, dass hier das Wiener Schloß Belvedere als, wohl wunderschöne Kulisse, herhalten musste, aber der Buckingham Palace ist doch für einen österreichischen Film etwas weit entfernt.
Besser als Sissi - Wer die Sissi - Filme kennt und hier mitten in die Handlung stolpert kann denken, er ist bei den Habsburgern - dieselben Schauspieler, die gleichen Kostüme, gleich opulente Kulissen - man fühlt sich wie zu Hause!Bloß dass es mit dem Wahrheitsgehalt hier doch wesentlich besser gestellt ist als bei Sissi! Viktoria wuchs in relativ knappen finanziellen Verhältnissen auf, streng kontrolliert von ihrer Mutter, die sich der Wichtigkeit ihrer Tochter in der englischen Thronfolge sehr wohl bewusst war, die Tochter aber im Unklaren liess. Viktoria durfte wirklich nirgends allein sein, sogar schlafen musste sie im Zimmer ihrer Mutter. Die Mutter kontrollierte Viktorias Denken so gut sie konnte. Als dann der englische König starb und Viktoria die Thronfolge antreten sollte versuchte die Mutter ihren ganzen Einfluss geltend zu machen und die Fäden der Regierung aus dem Hintergrund zu ziehen. Aber Viktoria durschaut sie und wehrt sich zum ersten Mal gegen den übermächtigen Einfluss der Mutter, schliesst deren engsten Vertrauten aus der Regierung aus und versucht sich als Königin des Volkes. Als die Mutter ihren Einfluss schwinden sieht versucht sie die Tochter zu verheiraten. Aber auch da macht Viktoria ihr einen Strich durch die Rechnung und flieht vor dem Ball, an dem sie verschiedene Heiratskandidaten kennelernen soll. Daß sie auf der Flucht einem der Kandidaten unfreiwillig und inkognito in die Arme läuft ist eine wunderbar romantische Verwicklung!Und dass sie sich dann auch noch ineinander verlieben ist wohl Schicksal. Aber diese Zufälle sorgen dafür, dass Viktoria aus Liebe heiratet und nicht nur aus dynastischen Gründen. Und sie wird mit ihrem Traumprinzen wirklich glücklich!So gesehen gehört dieser Film in jede gut sortierte Filmsammlung, er ist es wert!Wie einer meiner Mitrezensenten bemerkte finde auch ich es witzig, dass Romy Schneider diese beiden so unterschiedlichen Frauen darstellte. Und es war nicht so, dass sich die beiden nicht ausstehen konnten - Königin Viktoria hätte Sissi gern öfter empfangen. Aber die figurbewusste Magersüchtige) Kaiserin fühlte sich vom Äußeren der pummeligen Viktoria abgestoßen und vermied bei ihren häufigen Englandbesuchen ein Zusammentreffen. Viktoria war davon not amused!
Geschönt, trotzdem sehr gut - Klar ist dies ein Kitschfilm, aber was soll s?In dem Film stimmt vieles mit den historischen Tatsachen ueberein - dass Victoria im Nachthemd erfahren hat, dass sie Königin war, dass sie ein gespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter hatte, dass Baronin Lehzen ihre engste Vertraute war und Lord Melbourne eine Art Ersatzvater. Und dass Albert wirklich ihre grosse Liebe war, ist ja allgemein bekannt.Witzig, dass Queen Victoria und Kaiserin Sissi von der gleichen Schauspielerin gespielt wurden - die beiden Damen konnten einander nämlich nicht ausstehen...