
absolute Pflichtlektüre - Mit dem Buch we feed the world zum gleichnamigen Kinofilm liefern die Autoren, Erwin Wagenhofer und Max Annas, interessantes und sehr informatives Hintergrundwissen zu den Folgen der globalisierten Lebensmittelproduktion, das heutzutage jeder Mensch in der industrialisierten Welt haben sollte! Das Buch zeigt verschiedenste Zusammenhänge und Sachverhalte in den Gebieten Gemüse, Brot, Milch, Fleisch, Fisch, Wasser, Hungern und Konsumieren auf. Für jeden, der den Film bereits gesehen hat und sich etwas mehr Hintergrundinfos einholen möchte, aber auch für diejenigen, die sich ein Bild von der erschreckenden Realität in der Nahrungsmittelindustrie machen möchten, kann ich dieses Buch wirklich sehr empfehlen.Meiner Meinung nach, sollte das Buch oder zumindest der Film in den Lehrplan der Schulen aufgenommen werden, da es sich hierbei um ein ernst zu nehmendes Thema handelt, das jeden Einzelnen betrifft!!
Sehr empfehlenswert für die sachliche Informationssammlung! - Dieses Buch oder/und auch der Film dazu sollten Pflichtprogramm in den Schulen werden. Es wird auf Effektmacherei verzichtet, sondern ganz sachlich und nüchtern die Fakten dargestellt. Es sollte wirklich jeder mit vollem Bewußtsein einkaufen gehen. Mit Wissen und Information hat jeder die Möglichkeit, bewußt Produkte auszuwählen. Besonders erschreckend ist für mich, wie gedankenlos die sogenannte 1. Welt mit Lebensmitteln umgeht. Wieviel Brot weggeschmissen wird, nur weil es am Produktionstag nicht verkauft wurde. Nicht nur auf der anderen Seite der Erde, sondern auch in deutschen Städten hungern unglaublich viele Menschen, besonders betroffen sind Kinder. Damit Tomaten hergestellt werden können, gibt es in Spanien ein riesiges Industriegebiet für Tomaten und auch andere Gemüse, damit wir das ganze Jahr über Tomaten essen können. Dort entsteht Armut und durch die Monokultur wüstenartige Landschaften, der Grundwasserspiegel sinkt, Tier- und Pflanzenarten sterben aus bzw. breiten sich aus (beides ist gleich schlecht) etc. SEHR EMPFEHLENSWSERT FÜR DIE SACHLICHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DIESER THEMATIK!!!
Es liegt in der Verantwortung der Produzenten wie auch der Konsumenten - In der Buchvariante des gleichnamigen Films wird man zwar erwarten, dass die zentralen Themen noch einmal dargestellt werden, doch geschieht dies weit genauer und ausführlicher, wobei auch einige Themen näher erläutert werden, die im Film schlicht zu kurz gekommen sind.Vom zerstörerischen Soja-Anbau in Brasilien über gigantische Glashäuserplantagen im spanischen Andalusien bis zu gentechnisch verändertem Gemüse aus Rumänien wird der Bogen gespannt und greift dabei so ziemlich jedes der alltäglichen Nahrungsmittel und seine Produzenten für eine nähere Untersuchung heraus. Als Konsumenten können wir jedoch aktiv in das Wechselspiel von Angebot und Anfrage eingreifen und durch eine bewusstere Ernährung, was uns lokale Bauern und Umwelt herzlich danken würden.Im großen und Ganzen ist We feed the world einer der aufgrund seiner Offenheit schockierendsten Beiträge zum Thema Ernährung und Nahrungsmittelproduktion, was durch die enorme Themvielfalt weiter verstärkt wird. Man sieht sein täglich Brot und Wasser bzw. den Apple a day nach der Lektüre ebenso mit anderem Augen wie das gewöhnliche Fischstäbchen oder ein schmackhaftes Dessert aus Soja. Das große Problem des Buchs ist mit Abstand der Preis, welcher für ein Paperback mit nur 192 Seiten Umfang schon etwas zu hoch ausgefallen ist, nichtsdestotrotz gehört das Buch aber nicht zur Sorte unverständlicher Fachliteratur, sondern ist in einem für wirklich jedermann verständlichen Stil verfasst, der die Thematik in ihrer ganzen schockierenden Bandbreite für jeden Leser zugänglich macht. Dafür bekommt man jedenfalls auch einiges geboten und wie aus der Botschaft von We feed the world schon hervorgeht, sollte man ein Produkt nicht lediglich anhand seines Preises, sondern vorwiegend seiner inneren (und geschmacklichen) Qualitäten bewerten.Fazit:Ein Augenöffner, den ich jedem mündigen Konsumenten und selbstverständlich auch jeder mündigen Konsumentin nahelegen möchte.
Bauernhofidyll - Wer von uns hat nicht das Bild einer Kuh auf einer grünen Wiese ganz unbewußt vor Augen, wenn er Milch verwendet? Das Bild eines Bauernhofs, wie es viele Menschen noch haben, ja ein solcher Bauernhof überhaupt haben als Herkunftsort unserer Nahrung nahezu ausgedient. Das stellen die Autoren dieses Buches unmißverständlich klar. Das Buch ist nach Nahrungsmitteln gegliedert, wobei nicht nur deren Produktion unter die Lupe genommen wird, sondern auch die ökologischen, sozialen bis hin zu globalen Konsequenzen. Es werden dabei - oftmals haarsträubende - Zusammhänge, wie z.B. zwischen den Exporten der Automobilindustrie und dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Europa, hergestellt. Dem Leser dieses Buches fällt auf, daß die Namen einiger Konzerne durchaus häufiger fallen. Ein lesenswertes Buch für alle Konsumenten.
Blick hinter die Kulissen - Das Buch von Erwin Wagenhofer öffnet dem Leser die Augen und zeigt Einblicke in den ganz alltäglichen Wahnsinn der Lebensmittelherstellung. Der Begriff Lebensmittel erscheint mir in den beschrieben Fällen jedoch alles andere als zutreffend: Bei Treibhaustomaten, die unter menschenunwürdigen Bedingungen erzeugt und schließlich über etliche Kilometer nach Deutschland importiert werden, noch von Lebensmitteln zu sprechen, ist der blanke Hohn. Erwin Wagenhofer führt den Leser im Verlauf des Buchs hinter die Kulissen eines Mastbetriebs, wo Hühner wie am Fließband produziert werden und zusammengepfercht ihr Dasein fristen, er zeigt die Zusammenhänge von Subventionen und Milchwirtschaft auf, schildert die Abhängigkeit der Bauern in der Dritten Welt von den großen internationalen Saatgutherstellern. Wagenhofer beschönigt nichts, sondern stellt die Zusammenhänge nüchtern und sachlich dar. Kapitel um Kapitel wendet er sich einem anderen Lebensmittel zu - weder Gemüse, noch Brot oder Milch bleiben verschont, die Fakten über die Erzeugung dieser Lebensmittel werden auf den Tisch gelegt und lassen den Leser bisweilen den Kopf schütteln angesichts dieser traurigen Realität. Ein empfehlenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt.